0.232.149.101.1
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 1997 Nr. 162 ausgegeben am 29. August 1997
Kundmachung
vom 26. August 1997
der Entscheidung des Fürstlich Liechtensteinischen Staatsgerichtshofes vom 26. Juni 1997 (StGH 1997/7) betreffend die Nichtanwendung von Rechtsvorschriften
Gemäss Art. 43 Abs. 2 des Gesetzes vom 5. November 1925 über den Staatsgerichtshof, LGBl. 1925 Nr. 8, in der Fassung des Gesetzes vom 28. Mai 1979, LGBl. 1979 Nr. 34, macht die Regierung die Entscheidung des Fürstlich Liechtensteinischen Staatsgerichtshofes vom 26. Juni 1997, StGH 1997/7, betreffend die Nichtanwendung folgender Rechtsvorschriften kund:
Die in der Anlage zum Vertrag zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über den Schutz der Erfindungspatente (Patentschutzvertrag) vom 22. Dezember 1978, LGBl. 1980 Nr. 31, unter dem Titel: "1. Rechtsvorschriften über die Erfindungspatente" aufgelisteten vier Erlasse, nämlich
- das Bundesgesetz vom 25. Juni 1954 betreffend die Erfindungspatente, geändert durch das Bundesgesetz vom 17. Dezember 1976,
- die Verordnung vom 19. Oktober 1977 über die Erfindungspatente (Patentverordnung),
- die Verordnung vom 19. Oktober 1977 über Gebühren des Eidgenössischen Amtes für geistiges Eigentum (Gebührenordnung), und
- der Bundesratsbeschluss vom 28. Januar 1908 über die Anwendung von Art. 18 (heute Art. 39) PatG (Gegenrecht mit den Vereinigten Staaten von Amerika betreffend Löschung von Patenten),
sind mangels verfassungsmässiger Kundmachung nicht anzuwenden.
Die Nichtanwendung dieser Vorschriften wird drei Monate nach dieser Kundmachung rechtskräftig.

Fürstliche Regierung:

gez. Dr. Mario Frick

Fürstlicher Regierungschef